Flora Incognita
TU Ilmenau & Max-Planck-Institut für Biogeochemie Jena
Deutsche Pflanzenbestimmungs-App auf Basis tiefer neuronaler Netze. Erkennt über 30.000 Pflanzenarten aus Fotos mit bis zu 98,8 % Genauigkeit — entwickelt an der TU Ilmenau und am Max-Planck-Institut für Biogeochemie Jena.
Kosten: App kostenlos (iOS, Android, Huawei AppGallery); Forschungs-API und Datenzugang über TU Ilmenau auf Anfrage
Stärken
- Über 30.000 Pflanzenarten in der Bestimmungsdatenbank — eine der größten weltweit
- Bis zu 98,8 % Erkennungsgenauigkeit laut publizierter Studien
- Komplett kostenlos, werbefrei und ohne In-App-Käufe
- Datenhaltung in Deutschland (TU Ilmenau), gefördert vom BMBF
- Funktioniert offline nach einmaligem Modell-Download
- Liefert wissenschaftlich verwertbare Beobachtungsdaten für Forschung und Naturschutz
Einschränkungen
- Keine offizielle Bestimmungs-Web-App — nur Mobile (iOS, Android, Huawei)
- Forschungs-API und Datenexport nur auf Anfrage, kein Self-Service
- Schwerpunkt auf mitteleuropäischer Flora — exotische Arten oft nicht abgedeckt
- Keine Tier- oder Pilzbestimmung (im Unterschied zu iNaturalist)
- Keine Community-Validierung wie bei iNaturalist — du verlässt dich auf den Algorithmus
Passt gut zu
Wann ja, wann nein
Wann ja
- Du willst eine wissenschaftlich solide Pflanzenbestimmung mit deutschen Datenwurzeln
- Du arbeitest im Naturschutz, in der Landwirtschaft oder im Bildungsbereich
- Du brauchst eine kostenlose, werbefreie App für Schülerinnen, Praktikantinnen oder Ehrenamtliche
- Du willst Beobachtungsdaten zu echter Forschung beitragen (Citizen Science)
Wann nein
- Du brauchst eine Web-API mit Self-Service-Zugang für ein kommerzielles Produkt
- Du willst auch Tiere, Pilze oder Insekten bestimmen (dann iNaturalist)
- Du arbeitest mit tropischer oder außereuropäischer Flora
- Du brauchst eine durch eine Community validierte Zweitmeinung zu jeder Beobachtung
Kurzfazit
Flora Incognita ist die wohl beste deutsche Antwort auf die Frage „Welche Pflanze ist das?”. Hinter der kostenlosen App stehen die TU Ilmenau und das Max-Planck-Institut für Biogeochemie in Jena — keine Werbeagentur, kein Startup mit Exit-Strategie, sondern ein vom BMBF gefördertes Forschungsprojekt. Das Modell erkennt über 30.000 Pflanzenarten und erreicht in publizierten Studien bis zu 98,8 % Genauigkeit. Wer in Naturschutz, Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Bildung oder Umweltgutachten arbeitet, bekommt hier ein wissenschaftlich seriöses Werkzeug, das in Deutschland gehostet wird und ohne Werbung, Tracking-Geschäftsmodell oder Premium-Schranke auskommt.
Für wen ist Flora Incognita?
Naturschutzorganisationen und Ehrenamtliche: NABU, BUND, Naturschutzbehörden und lokale Initiativen nutzen Flora Incognita für Kartierungen und Monitoring. Beobachtungsdaten fließen — mit Einwilligung — in die Forschungsdatenbank ein und unterstützen großflächige Biodiversitäts- und Phänologie-Studien.
Land- und Forstwirtschaft: Beikraut auf dem Acker, Neophyten am Waldrand, Indikatorpflanzen für Bodenqualität — Flora Incognita liefert in Sekunden eine Bestimmung, für die früher Bestimmungsbücher und Erfahrung nötig waren. Besonders nützlich für Auszubildende, Saisonkräfte und Quereinsteigerinnen.
Schule, Hochschule und außerschulische Bildung: Im Biologieunterricht, bei Exkursionen und in der Umweltbildung ist die App ein Türöffner. Werbefrei, kostenlos und ohne Datenfalle — das macht sie für Schulen unproblematisch nutzbar. Lehrkräfte können ohne Genehmigungsmarathon einsteigen.
Garten- und Landschaftsbau, Planungsbüros: Bestandsaufnahme bei Bauvorhaben, Pflegeplanung in Parks, Eingriffsbewertung nach BNatSchG — hier hilft eine schnelle Bestimmung, vor allem wenn die Botanikerin nicht selbst vor Ort ist.
Forschung und Citizen Science: Wer phänologische Daten sammelt oder zur Verbreitungsforschung beiträgt, findet in Flora Incognita ein Werkzeug, das von Wissenschaftlerinnen für Wissenschaftlerinnen gebaut wurde. Daten lassen sich auf Anfrage exportieren.
Weniger geeignet für: Wer eine Web-App mit Drag-and-Drop-Bestimmung im Browser sucht (gibt es offiziell nicht), wer auch Tiere, Pilze oder Insekten erkennen will (dafür ist iNaturalist besser), und wer kommerzielle KI-API-Endpunkte mit transparentem Self-Service-Pricing braucht (Forschungs-API ist nur auf Anfrage zugänglich).
Preise im Detail
| Plan | Preis | Was du bekommst |
|---|---|---|
| App (iOS/Android/Huawei) | 0 € | Volle Funktion, über 30.000 Arten, Offline-Bestimmung nach Modell-Download, Beobachtungstagebuch, keine Werbung, keine In-App-Käufe |
| Forschungs-API / Datenexport | Auf Anfrage | Zugang für Forschungsprojekte, Behörden, NGOs — Konditionen werden mit der TU Ilmenau direkt vereinbart |
| Whitelabel / Integration | Auf Anfrage | Einbindung der Bestimmungs-Engine in eigene Plattformen (z. B. Naturschutz-Portale, Behörden-Tools) |
Einordnung: Die App ist und bleibt kostenlos — das ist Teil des Auftrags eines vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projekts. Wer kommerzielle Nutzung plant (z. B. eine Pflanzenshop-App, die Sortenbestimmung als Feature einbettet), muss mit der TU Ilmenau verhandeln. Das ist langsamer als ein klick-und-bezahl-API-Zugang, dafür aber tatsächlich auf wissenschaftliche und gemeinnützige Nutzung zugeschnitten. Es gibt keine versteckten Pro-Funktionen, kein Abo-Modell und keine Datenmonetarisierung im Hintergrund.
Stärken im Detail
Eine der wissenschaftlich solidesten Pflanzen-KIs weltweit. Hinter Flora Incognita steht die Forschungsgruppe „Data-intensive Systems and Visualization” der TU Ilmenau und das Max-Planck-Institut für Biogeochemie Jena. Die Modelle werden in begutachteten Fachjournalen publiziert und kontinuierlich verbessert — eine Studie aus 2024 wies eine Top-1-Genauigkeit von 98,8 % auf einem Standard-Benchmark nach. Das ist Spitzenklasse im Bereich der Computer-Vision-basierten Pflanzenbestimmung.
Über 30.000 Arten — Schwerpunkt Mitteleuropa, mit globaler Erweiterung. Die App deckt nahezu die gesamte mitteleuropäische Gefäßpflanzenflora ab. Für Forstwirtschaft, Naturschutz, Landschaftsplanung und Schule reicht das in Deutschland praktisch immer aus. Sukzessive werden weitere Regionen ergänzt — getrieben durch wachsende Trainingsdaten aus Citizen-Science-Beiträgen.
Komplett werbefrei und kostenlos — ohne „freemium”-Trick. Anders als kommerzielle Konkurrenten gibt es keine versperrte „Pro”-Funktion, keine Werbung, kein Cookie-Banner-Theater, keine Premium-Schranke nach drei Bestimmungen pro Tag. Die App tut, was sie verspricht, und sie tut es vollständig kostenlos. Das ist im aktuellen App-Markt selten geworden.
Datenhaltung in Deutschland. Server stehen an der TU Ilmenau. Daten unterliegen dem deutschen und europäischen Datenschutzrecht ohne Umweg über US-Cloud-Provider. Für Schulen, Behörden und Naturschutzorganisationen mit DSGVO-Anforderungen ist das ein erheblicher Vorteil gegenüber US-amerikanischen Apps wie iNaturalist, Seek oder PictureThis.
Funktioniert offline. Nach dem ersten Download des Modells läuft die Bestimmung lokal auf dem Gerät — kein Mobilfunk, kein WLAN nötig. Im Wald, auf der Alm, in entlegenen Schutzgebieten oder bei der Bodenkartierung im Funkloch ist das nicht Komfort, sondern Voraussetzung.
Citizen-Science-Anbindung mit echtem Forschungsnutzen. Wer eine Beobachtung freigibt, trägt zu echten wissenschaftlichen Studien bei — z. B. zur Phänologie (Verschiebung von Blühzeiten durch den Klimawandel) oder zur Verbreitung invasiver Neophyten. Die Daten werden tatsächlich publiziert, nicht nur „gesammelt”.
Schwächen ehrlich betrachtet
Keine offizielle Web-Anwendung zur Bestimmung. Wer am Schreibtisch ein Foto bestimmen will, ohne erst das Smartphone zu zücken, hat keinen offiziellen Pfad. Die Stärken liegen klar im mobilen Einsatz — wer eine Browser-Oberfläche für Bürotätigkeit (z. B. Sichtung von Drohnenaufnahmen) erwartet, muss auf andere Lösungen oder die Forschungs-API ausweichen.
Forschungs-API nur auf Anfrage, kein Self-Service. Anders als bei PlantNet, das eine offene API mit Quoten anbietet, ist der API-Zugang bei Flora Incognita ein bilateraler Vorgang mit der TU Ilmenau. Für ein schnelles Wochenend-Projekt eines Entwicklers ist das eine Hürde. Für ernsthafte institutionelle Nutzung (Behörden, NGOs, Forschungsprojekte) lohnt sich der Aufwand — aber Geduld ist nötig.
Schwerpunkt Mitteleuropa. Die Modellabdeckung ist für Deutschland, Österreich und die Schweiz exzellent, für Südeuropa solide, für tropische, subtropische oder nordamerikanische Floren deutlich schwächer. Wer als Botanikerin auf Reisen in Costa Rica unterwegs ist, sollte ergänzend iNaturalist nutzen.
Keine Tier- oder Pilzbestimmung. Flora Incognita ist exklusiv eine Pflanzen-App. Wer für eine Biodiversitätskartierung „alles auf der Wiese” erfassen will (Insekten, Vögel, Pilze, Pflanzen), braucht zwingend ein zweites Tool. iNaturalist deckt das organismenübergreifend ab.
Keine Community-Validierung der Bestimmung. Die Bestimmung ist eine algorithmische Einzelmeinung. Bei iNaturalist können andere Beobachterinnen eine Bestimmung bestätigen oder korrigieren („Research Grade”). Bei Flora Incognita verlässt du dich auf den Algorithmus — bei seltenen Arten und Zwillingsarten (z. B. Habichtskräuter, Brombeeren) bleibt damit ein Restrisiko, das du als Anwenderin selbst bewerten musst.
Modellupdates folgen Forschungstakt, nicht Produkttakt. Größere Verbesserungen erscheinen, wenn die Wissenschaftlerinnen sie publiziert haben — nicht, weil ein Sprint Review ansteht. Das ist gut für Solidität, aber wer auf monatliche Feature-Drops konditioniert ist, muss umlernen.
Alternativen im Vergleich
| Wenn du… | …nimm stattdessen |
|---|---|
| Eine offene API mit Self-Service-Quoten und einer separaten Web-Oberfläche brauchst | PlantNet |
| Beobachtungsdaten räumlich auswerten und in Karten visualisieren willst | QGIS |
Erwähnenswert ohne eigene Tool-Seite: iNaturalist (US-Plattform mit Community-Validierung — deckt auch Tiere, Pilze und Insekten ab, ideal für Reisen außerhalb Mitteleuropas), Seek by iNaturalist (vereinfachte Mobil-App für Kinder und Familien, basiert auf den iNaturalist-Modellen), PictureThis (kommerzielle US-Verbraucher-App mit Pflanzenpflege-Tipps, aber Abo-Modell und Datenfluss in die USA), LeafSnap (kommerzielle US-App, Schwerpunkt Bäume), NaturaList (Vogel- und Pflanzenbeobachtungs-Plattform aus dem ornitho.de-Umfeld). Flora Incognita bleibt für die deutsche Flora die beste Kombination aus wissenschaftlicher Solidität, Datenschutz und Kostenfreiheit — keine andere App vereint diese drei Eigenschaften so überzeugend.
So steigst du ein
Schritt 1: App installieren und mit einer einfachen Pflanze testen. Lade Flora Incognita aus dem App Store, von Google Play oder aus der Huawei AppGallery. Erste Bestimmung: nimm eine eindeutige Wildpflanze im Garten oder an einem Wegrand (z. B. Löwenzahn, Wegerich, Schafgarbe). Achte darauf, mehrere Aufnahmen zu machen — Habitus, Blüte, Blatt — die App leitet dich durch den Prozess. Vertraue dem Ergebnis, aber prüfe bei seltenen oder verwechslungsträchtigen Arten gegen ein Bestimmungsbuch.
Schritt 2: Beobachtungstagebuch nutzen — und überlegen, was du teilst. Die App hat ein integriertes Tagebuch, in dem deine Beobachtungen mit Standort, Datum und Foto gespeichert werden. Beim Speichern wirst du gefragt, ob die Beobachtung anonymisiert für die Forschung freigegeben werden darf. Für persönliche Funde („meine erste selbst bestimmte Orchidee”) ist das eine private Sammlung; für Naturschutzkartierungen oder Schulprojekte ist die Freigabe ein wertvoller Beitrag zur deutschen Biodiversitätsforschung.
Schritt 3: Für institutionelle Nutzung Kontakt zur TU Ilmenau aufnehmen. Wenn dein Naturschutzverein, deine Schule, dein Planungsbüro oder deine Behörde Flora Incognita systematisch einsetzen will (z. B. Daten exportieren, in eigene Systeme einbinden, Workshops abhalten), schreib dem Team über die offizielle Kontaktseite. Antworten kommen aus dem akademischen Betrieb — schneller als ein Behördenbescheid, langsamer als eine SaaS-Hotline. Plane Wochen, nicht Tage.
Ein konkretes Beispiel
Ein Naturschutzverein in der Lüneburger Heide kartiert jeden Frühsommer die Vegetation auf zehn Pflegeflächen. Bisher ging das so: zwei erfahrene Botanikerinnen, drei Tage Außendienst, Listen auf Klemmbrettern, abends Eintippen in eine Excel-Tabelle. Seit 2024 begleiten zehn Ehrenamtliche die Erfassung — jede mit Flora Incognita auf dem privaten Smartphone. Die Botanikerinnen prüfen vor Ort nur noch die Zweifelsfälle und seltene Arten; den Großteil der häufigen Arten erfassen die Ehrenamtlichen selbständig. Ergebnis: Statt 30 Personen-Tagen pro Saison reichen jetzt 14, und die Beteiligung der Ehrenamtlichen am Verein hat spürbar zugenommen, weil sie nicht mehr nur „Schreibhilfen” sind, sondern selbst bestimmen. Die Beobachtungsdaten gehen mit Zustimmung der Beteiligten zusätzlich in die Forschungsdatenbank der TU Ilmenau ein und tragen damit zur deutschlandweiten Phänologie-Forschung bei.
DSGVO & Datenschutz
- Datenhosting: Deutschland (Server der TU Ilmenau). Keine Übermittlung in Drittstaaten für die Bestimmungs- und Beobachtungsdaten.
- Trägerschaft: Öffentlich-rechtliche Forschungseinrichtungen — TU Ilmenau und Max-Planck-Gesellschaft. Förderung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Damit unterliegt das Projekt deutschem Hochschul- und Datenschutzrecht.
- Datennutzung: Beobachtungsfotos werden nur dann in die Forschungsdatenbank aufgenommen, wenn du sie aktiv freigibst. Standortdaten lassen sich verschleiern oder ganz weglassen. Eine Nutzung der Bilder zu Werbezwecken oder für kommerzielle Modelltrainings durch Dritte findet nicht statt.
- Account-Löschung: Möglich über die App-Einstellungen. Forschungsdaten, die du explizit freigegeben hast, können in anonymisierter Form in publizierten Datensätzen verbleiben (wie bei Citizen Science üblich).
- Werbung & Tracking: Keine Werbung, keine Tracker von Dritten, kein In-App-Verkauf. Das ist im Mobile-Markt 2026 ein bemerkenswerter Sonderweg.
- Empfehlung für Unternehmen, Schulen und Behörden: Bedenkenlos einsetzbar. Für systematische Nutzung in Schulen empfiehlt sich eine kurze schriftliche Zustimmung der Eltern (Standortdaten von Kindern), ansonsten gibt es keine üblichen DSGVO-Reibungspunkte.
- Auftragsverarbeitung (AVV): Für institutionelle Nutzung mit Datenexport bilateral mit der TU Ilmenau zu vereinbaren.
Gut kombiniert mit
- PlantNet — als Zweitmeinung bei seltenen oder verwechslungsträchtigen Arten. Wenn beide Apps unabhängig dasselbe Ergebnis liefern, ist die Bestimmung mit hoher Wahrscheinlichkeit korrekt.
- QGIS — für die räumliche Auswertung gesammelter Beobachtungsdaten. Exportierte Beobachtungen aus Flora Incognita lassen sich als Punkt-Layer in GIS-Projekten visualisieren — Standard im Naturschutz und in der Landschaftsplanung.
- ChatGPT oder Claude — für die Aufbereitung von Funden in Berichten: aus einer Liste bestimmter Arten Steckbriefe, Pflegehinweise oder Schutzempfehlungen formulieren lassen. Die Bestimmung bleibt bei Flora Incognita, die Texterstellung übernimmt das Sprachmodell.
Unser Testurteil
Flora Incognita verdient 5 von 5 Sternen ohne Wenn und Aber. Es ist eine seltene Kombination: wissenschaftlich solide (publizierte Modelle, 98,8 % Genauigkeit), in Deutschland gehostet, vollständig kostenlos und werbefrei, mit einem klaren gemeinnützigen Auftrag. Die Schwächen — keine Web-App, keine Self-Service-API, kein Tier-/Pilz-Modul — sind keine Mängel, sondern bewusste Begrenzungen eines Forschungsprojekts, das eine Sache richtig macht. Wer in Naturschutz, Landwirtschaft, Forst, Bildung oder Umweltgutachten arbeitet, sollte Flora Incognita als Standard-Werkzeug führen. Für Privatpersonen, die einfach wissen wollen, was im eigenen Garten oder am Wegrand wächst, ist es die unkomplizierte beste Wahl im deutschsprachigen Raum.
Was wir bemerkt haben
- Mai 2026 — Die App erkennt nach eigenen Angaben mehr als 30.000 Pflanzenarten (zuvor lange als „11.500 Arten” kommuniziert). Der Sprung kam durch die Erweiterung über mitteleuropäische Floren hinaus und durch verbessertes Training auf Citizen-Science-Daten.
- Oktober 2025 — Eine vom Team publizierte Studie zeigt eine Methode, phänologische Information direkt aus den Bildern zu extrahieren (also etwa Blühbeginn und -ende). Damit wird Flora Incognita zu einem Werkzeug nicht nur für die Artbestimmung, sondern auch für die quantitative Klimafolgenforschung.
- 2024 — In begutachteten Studien wurde eine Top-1-Genauigkeit von 98,8 % auf einem Standard-Benchmark nachgewiesen — auf Spitzenniveau im internationalen Vergleich der Computer-Vision-basierten Pflanzenbestimmung.
- seit Start — Flora Incognita ist konsequent werbefrei und kostenlos geblieben, obwohl der Markt um sie herum (PictureThis, PlantSnap, etc.) mit aggressiven Abo-Modellen arbeitet. Der öffentlich-rechtliche Förderhintergrund (BMBF, TU Ilmenau, Max-Planck-Gesellschaft) macht diesen Weg überhaupt erst möglich — und ist ein Argument für die institutionelle Förderung von KI-Forschung in Deutschland.
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