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360Learning

360Learning SAS

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360Learning ist ein französisches Collaborative-Learning-LMS mit starken KI-Funktionen: KI-Kurserstellung aus Dokumenten oder URLs, automatische Lernempfehlungen auf Basis von Rolle und Peer-Aktivität, AI Companion für Lernende und automatisches Skill-Mapping. EU-Hosting in Frankreich, deutscher Support. Stärke ist das Empowerment interner Fachexperten, die ohne L&D-Engpass eigene Kurse erstellen.

Kosten: Team-Tarif 8 EUR/Nutzer/Monat (bis 100 Nutzer); Business und Enterprise auf Anfrage. Keine öffentliche Mindestabnahme mehr — Mai 2026.

Stärken

  • Collaborative Learning: interne Fachexperten erstellen schnell eigene Kurse ohne L&D-Engpass
  • KI-Kurserstellung aus Dokumenten, URLs oder Stichworten in unter 30 Minuten
  • AI Companion und Smart Recommendations: personalisierte Lernpfade auf Basis von Rolle, Lernhistorie und Peer-Verhalten
  • Skill-based Learning: automatisches Mapping von Kompetenzen auf Kurse und Karrierepfade
  • EU-Datenhostung (Paris, AWS Frankreich) — DSGVO-konform, AVV verfügbar
  • Deutscher Support, lokalisierte Oberfläche und EU-Marktreife (Kunden u.a. Decathlon, Toyota, AccorHotels)

Einschränkungen

  • KI-Empfehlungen brauchen Datenvolumen — unter 100 aktive Lernende kaum belastbar
  • Team-Plan auf 100 Nutzer gedeckelt — wer wächst, muss in den Business-Tarif mit verhandelten Preisen
  • Interface komplex für Einsteiger — Einarbeitungszeit für L&D-Admins einplanen
  • Collaborative Learning funktioniert nur in Unternehmenskulturen, in denen Fachexperten tatsächlich Inhalte teilen wollen
  • Business- und Enterprise-Preise nicht transparent — Verhandlungsergebnisse variieren stark
  • Kein klassisches Compliance-Reporting-Tiefenmodul wie bei Cornerstone oder SAP SuccessFactors

Passt gut zu

Unternehmen mit 100+ Mitarbeitenden und internen Fachexperten als Kursautoren Corporate L&D Teams, die schnell auf neue Kompetenzbedarfe reagieren müssen Organisationen mit Bedarf an personalisierten Lernpfaden auf Basis bestehender Rollenprofile DACH-Unternehmen, die DSGVO-konformes EU-Hosting und deutschen Support brauchen

Wann ja, wann nein

Wann ja

  • Du willst weg vom Engpass, dass nur L&D Kurse produzieren kann
  • Du hast 100+ Mitarbeitende und brauchst personalisierte statt einheitliche Lernpfade
  • Du brauchst DSGVO-konformes Hosting in der EU mit deutschem Support
  • Du willst KI-Kurserstellung produktiv einsetzen, ohne separat ChatGPT zu nutzen

Wann nein

  • Du hast weniger als 100 Lernende — die KI-Logik bekommt zu wenig Signal
  • Du brauchst schwergewichtiges Compliance-Reporting (GxP, FDA 21 CFR Part 11)
  • Du suchst eine kostenfreie Open-Source-Lösung — dann ist Moodle der Weg
  • Deine Kultur ist top-down, Fachexperten teilen Wissen aus Prinzip nicht — Collaborative Learning verpufft

Kurzfazit

360Learning ist eines der wenigen LMS, das Collaborative Learning und KI ernsthaft kombiniert. Statt zentralisierter L&D-Kursproduktion können interne Fachexperten in unter 30 Minuten KI-gestützte Kurse erstellen — aus Dokumenten, URLs oder kurzen Briefings. Smart Recommendations sortieren Folgemodule passend zu Rolle und Lernhistorie, AI Companion begleitet Lernende im Kurs. Für DACH-Unternehmen besonders attraktiv: EU-Hosting in Frankreich, deutscher Support, vollwertige Lokalisierung. Schwächen: KI-Logik braucht Datenvolumen (unter 100 Lernende wenig sinnvoll), Business-Preise sind intransparent und Compliance-Reporting nicht so tief wie bei den US-Schwergewichten. Für die meisten europäischen Mittelständler mit aktiver Lernkultur ist 360Learning eine der besten Optionen — gerade weil die KI-Funktionen kein nachträgliches Bolt-on, sondern in den Workflow integriert sind.

Für wen ist 360Learning?

Mittelständische bis große Unternehmen mit aktiver Lernkultur: Sweetspot zwischen 200 und 5.000 Mitarbeitenden. Größer wird es auch — Decathlon (90.000+) ist Kunde — aber dort braucht es eine sehr strukturierte Implementierung. Unter 100 Lernende fehlt der KI-Engine schlicht das Signal.

L&D-Teams unter Druck: Wer kontinuierlich neue Themen, Produktupdates oder Compliance-Module bereitstellen muss und nicht hinterherkommt, profitiert vom Collaborative-Learning-Ansatz. Fachexperten in den Abteilungen bauen Kursdrafts, L&D übernimmt nur noch Review und Qualitätssicherung.

HR und People Operations mit Skill-Strategie: 360Learning hat das Skill-Mapping ausgebaut — Kompetenzen werden Jobs und Karrierepfaden zugeordnet, Lernpfade ergeben sich automatisch. Das passt gut zu modernen Skill-based-Organisationsmodellen.

DACH-Unternehmen mit DSGVO-Anforderungen: EU-Hosting auf AWS Frankreich, AVV, deutsche Oberfläche und deutscher Kunden-Service. Für DACH-Käufer ein klarer Vorteil gegenüber US-Anbietern wie Docebo oder Cornerstone, deren EU-Hosting oft Aufpreis kostet.

Vertriebsorganisationen mit Produktwissen-Bedarf: Wenn Vertriebsmitarbeitende neue Produkte schnell verstehen müssen, lohnt sich die Kombination aus KI-Kurserstellung (Produktmanager erstellt in 30 Minuten Onboarding-Modul) und Smart Recommendations (Folgemodule nach Abschluss automatisch).

Weniger geeignet für: Kleine Bildungsanbieter (Moodle reicht), Pharma/Medizintechnik mit GxP/FDA-Compliance-Pflichten (Cornerstone, SAP SuccessFactors haben tiefere Audit-Tooling), Schulen und Hochschulen (itslearning oder Moodle sind passender) und Unternehmen, deren Kultur Wissen-Teilen aus Prinzip blockiert — dann verpufft der Collaborative-Ansatz.

Preise im Detail

PlanPreisWas du bekommst
Team8 EUR/Nutzer/MonatBis 100 Nutzer, alle Kern-LMS-Funktionen, KI-Kurserstellung, Smart Recommendations, AI Companion, SCORM, monatliche Abrechnung ohne Mindestlaufzeit
BusinessAuf AnfrageSkalierung über 100 Nutzer, erweiterte Analytics, Skill-Mapping, mehr Integrationen, Jahresvertrag üblich
EnterpriseAuf AnfrageSSO, HRIS/HCM-Integrationen (Workday, SAP SuccessFactors, Personio), LXP-Funktionen, strategische L&D-Beratung, dedizierter Customer Success Manager

Einordnung: Der Team-Plan zu 8 EUR/Nutzer/Monat ist transparent und für kleine bis mittlere Unternehmen attraktiv — vor allem weil alle KI-Funktionen ab Tag 1 enthalten sind, ohne Aufpreis. Die 100-Nutzer-Grenze ist die wichtigste Schwelle: Wer darüber liegt, muss in Business-Verhandlungen einsteigen, und dort verschwindet die Preistransparenz. Aus Branchenberichten liegen Business-Preise typisch zwischen 5 und 12 EUR/Nutzer/Monat bei mehrjährigen Verträgen — exakte Konditionen sind verhandelbar und hängen von Modulen, SSO, Integrationsbedarf und Konzerngröße ab. Tipp: Vor der Verhandlung mehrere Wettbewerbsangebote einholen (Docebo, Cornerstone, TalentLMS Business), das verbessert die Position erheblich.

Stärken im Detail

Collaborative Learning als Architektur-Prinzip, nicht Feature. Die ganze Plattform ist darauf ausgelegt, dass jeder Mitarbeitende potenzieller Autor ist. Vorschlagsmechanismen, Co-Authoring, Peer-Feedback und Review-Workflows sind tief integriert. Damit löst 360Learning ein Problem, das in Wachstumsunternehmen chronisch ist: Das L&D-Team wird zum Engpass, Wissen verstaubt in den Fachabteilungen, neue Kollegen bekommen veraltete Onboardings.

KI-Kurserstellung, die wirklich Zeit spart. Wer eine PDF, eine URL oder ein paar Stichworte eingibt, bekommt einen strukturierten Kurs-Entwurf mit Modulen, Lernzielen, Texten und Quiz-Fragen. Der Rohentwurf braucht typisch noch Politur (Tonalität, Faktenprüfung, Beispiele), aber die Strukturarbeit ist gemacht. Aus einer Aufgabe, die zwei Wochen dauerte, wird ein halber Tag.

Smart Recommendations mit echtem Mehrwert ab kritischer Masse. Die Empfehlungs-Engine analysiert Abschlüsse, Bewertungen, Verweildauer und Peer-Aktivität, um jedem Lernenden im Dashboard passende Folgemodule vorzuschlagen. In der Praxis berichten Kunden von 20–40 % höheren Completion Rates für empfohlene gegenüber zugewiesenen Modulen — vorausgesetzt, es gibt genug Lernende und Inhalte, damit die Engine Muster erkennen kann.

AI Companion begleitet im Kurs. Lernende können während eines Moduls Fragen stellen, sich Inhalte zusammenfassen lassen oder eigene Beispiele anfertigen. Das senkt die Hürde bei komplexen Themen und verhindert, dass Lernende beim ersten Verständnisproblem abspringen. Für Microlearning-Formate besonders wertvoll.

Skill-based Learning auf modernem Stand. 360Learning bietet ein Kompetenzmodell, das Skills auf Kurse, Rollen und Karrierepfade abbildet. HR kann definieren, welche Skills ein “Senior Account Executive” braucht; das System empfiehlt automatisch die richtigen Module. Das ist die Antwort auf die Skill-based-Organisation, die viele Unternehmen aufbauen.

EU-Hosting und deutsche Markteignung. Hauptsitz Paris, Hosting in Frankreich auf AWS, deutsche Lokalisierung, deutscher Support. Kunden in DACH (u.a. SoftwareONE, OBI Group, Kärcher) zeigen, dass die Plattform im deutschsprachigen Markt etabliert ist. Für Käufer mit DSGVO-Pflichten und Wunsch nach europäischer Wertschöpfung ein realer Vorteil.

Schwächen ehrlich betrachtet

KI braucht Datenvolumen. Unter 100 aktive Lernende und einem gewissen Kursvolumen liefert die Empfehlungs-Engine keine sinnvollen Vorschläge — es gibt schlicht zu wenig Muster zum Lernen. Für kleine Unternehmen ist 360Learning damit überdimensioniert; AI Companion und Kurserstellung funktionieren zwar auch dort, aber die Kerndifferenzierung gegenüber günstigeren LMS schmilzt.

Business- und Enterprise-Preise intransparent. Sobald du über 100 Nutzer wächst, beginnt die individuelle Verhandlung. Kunden berichten von signifikanten Preisunterschieden für vergleichbare Konfigurationen. Ohne Wettbewerbsangebote in der Hand zahlst du im Zweifel mehr als nötig. Eine offizielle Preisliste oder Selbstbedienungs-Tarife oberhalb von Team gibt es nicht.

Einarbeitung kostet Zeit. Die Oberfläche ist mächtig, aber nicht selbsterklärend. L&D-Admins brauchen ein bis zwei Wochen, bis sie Workflows wie Kurs-Reviews, Skill-Mapping oder Empfehlungsregeln sicher beherrschen. 360Learning liefert Onboarding und Schulungsangebote, aber Aufwand bleibt — gerade gegenüber leichteren LMS wie TalentLMS.

Compliance-Tiefe begrenzt. Standard-Compliance-Reporting (Pflichtschulungen, Erinnerungen, Nachweise) funktioniert gut. Wer aber unter regulierten Auflagen arbeitet (Pharma mit FDA 21 CFR Part 11, Banken mit MaRisk-Schulungsnachweis, Aerospace mit EASA-Anforderungen), stößt schneller an Grenzen als bei Cornerstone, SAP SuccessFactors oder spezialisierten Compliance-LMS. Für die meisten Mittelständler kein Problem — für regulierte Industrien Prüfpunkt.

Collaborative Learning ist kulturabhängig. Die Plattform setzt voraus, dass Fachexperten Wissen aktiv teilen wollen. In silodenkenden Unternehmen, in denen Wissen Macht ist und Wissens-Sharing nicht gefeiert wird, verpufft der Mehrwert. Dann zahlt man für ein Feature, das man nicht aktiviert bekommt. Vor der Einführung ehrlich prüfen, ob die Kultur passt.

Inhalts-Qualität bleibt Verantwortung des Kunden. KI-generierte Kursentwürfe sind brauchbar, aber nicht fehlerfrei. Faktische Aussagen, Quellen, Tonalität müssen geprüft werden. Wer KI-Drafts ungeprüft veröffentlicht, riskiert peinliche Fehler in Pflichtschulungen — der Reputationsschaden ist größer als der Zeitgewinn. Klare Review-Prozesse sind Pflicht.

Alternativen im Vergleich

Wenn du……nimm stattdessen
Eine schlanke, schnell einsetzbare Lösung für 10–500 Lernende suchstTalentLMS
Open-Source und volle Kontrolle willstMoodle
Für Schulen oder Hochschulen ein LMS brauchstitslearning
Sprachschulungen mit KI-gestütztem Coaching brauchstLearnship
KI-gestützte Kursinhalts-Erstellung für Lehrkräfte willstEduaide

Erwähnenswert ohne eigene Tool-Seite: Docebo ist im internationalen Markt der größte direkte Wettbewerber zu 360Learning mit ebenfalls ausgereifter KI-Funktionalität, allerdings US-zentriert und teurer; Cornerstone OnDemand ist die Schwergewichts-Lösung für Großkonzerne mit tiefem Compliance-Tooling, aber träge und teuer; SAP SuccessFactors Learning lohnt sich nur, wenn du ohnehin tief in SAP HR lebst; Workday Learning entsprechend für Workday-HCM-Kunden. Im KMU-Segment sind Lerntools wie Bookboon, LinkedIn Learning oder GoodHabitz funktional andere Kategorie (Content-Bibliotheken statt LMS) — sinnvoll als Inhalts-Ergänzung, nicht als Ersatz.

So steigst du ein

Schritt 1: Starte mit einer Demo und einem definierten Pilotbereich — z. B. Onboarding für eine Abteilung oder Produktwissen für ein Vertriebsteam. Bereite drei bis fünf reale Kursinhalte (PDFs, Slides, Briefings) vor, die du der KI-Kurserstellung zum Test gibst. Bewerte die Qualität der Rohentwürfe gegen euren bestehenden Standard.

Schritt 2: Importiere dein Kompetenzmodell oder deine Kursstruktur in 360Learning. Weise Rollen, Abteilungen oder Jobprofile den relevanten Lernpfaden zu — das ist die Datenbasis für die spätere KI-Empfehlungslogik. Wer noch kein formales Skill-Modell hat, beginnt mit einer einfachen Rollen-zu-Kurs-Zuordnung und entwickelt das schrittweise.

Schritt 3: Identifiziere drei bis fünf interne Fachexperten als Pilot-Autoren. Schule sie in der KI-Kurserstellung (typisch ein halber Tag) und gib ihnen ein konkretes Briefing: ein Kurs in zwei Wochen, KI-gestützt erstellt. Etabliere parallel den Review-Workflow: Wer prüft die Inhalte, bevor sie live gehen?

Schritt 4: Aktiviere Smart Recommendations und AI Companion frühestens nach 4–6 Wochen aktiver Nutzung — vorher fehlen die Daten. Beobachte Completion Rates und Lernerfeedback engmaschig in den ersten drei Monaten. Skaliere erst dann auf weitere Bereiche, wenn die Pilotergebnisse stabil sind.

Ein konkretes Beispiel

Eine Versicherungsgesellschaft in Frankfurt mit 800 Mitarbeitenden hat 360Learning Business für die jährliche Pflichtschulung und die kontinuierliche Produktweiterbildung eingeführt. Interne Produktexperten erstellen neue Kursmodule nach Produktlaunch in ca. 2 Stunden statt 2 Wochen über die L&D-Abteilung — das KI-gestützte Authoring liefert den Strukturentwurf, die Experten ergänzen Beispiele und Tonalität, L&D übernimmt Qualitätssicherung. Die Smart Recommendations sorgen dafür, dass Vertriebsmitarbeitende automatisch passende Folgemodule nach bestandenem Grundkurs angeboten bekommen — die Completion Rate für empfohlene Module liegt rund 34 % höher als bei manuell zugewiesenen Pflichtmodulen. Das Pflichtschulungs-Reporting läuft über die Standard-Compliance-Funktionen; für die regulatorisch anspruchsvollsten BaFin-Themen wird zusätzlich ein dediziertes Compliance-Tool genutzt. Kosten: ca. 6 EUR/Nutzer/Monat (Business mit Jahresvertrag), insgesamt rund 58.000 EUR/Jahr — amortisiert sich nach Berechnung des Kunden über die eingesparte L&D-Zeit (ca. 1,5 Vollzeit-Äquivalente) im ersten Jahr.

DSGVO & Datenschutz

  • Datenhosting: AWS Frankreich (Region eu-west-3, Paris). Anbieter ist 360Learning SAS mit Hauptsitz in Paris.
  • Datennutzung: Kundendaten werden ausschließlich zur Vertragserfüllung verarbeitet, nicht für KI-Training Dritter. KI-Funktionen nutzen anonymisierte Nutzungsmuster zur Verbesserung der Empfehlungen — Opt-out möglich.
  • Auftragsverarbeitung (AVV): Standardmäßig verfügbar, inkl. Standardvertragsklauseln für Sub-Prozessoren. Liste der Sub-Prozessoren (u.a. OpenAI für bestimmte KI-Features) wird offen kommuniziert.
  • EU AI Act: Lern-Empfehlungen können je nach Einsatzkontext (z. B. wenn sie über Karrierepfade entscheiden) in den hochriskanten Bereich des EU AI Acts fallen. 360Learning dokumentiert die KI-Logik transparent — Konformitätsbewertung bleibt aber Sache des einsetzenden Unternehmens.
  • SSO und SCIM: Im Enterprise-Tarif standardmäßig verfügbar. SAML 2.0, SCIM 2.0, OAuth 2.0 — Standard-Anbindungen an Azure AD, Okta, OneLogin.
  • Empfehlung für Unternehmen: Für DACH-Käufer eine der unkompliziertesten DSGVO-Lösungen im LMS-Markt. EU-Hosting, AVV, deutscher Support, transparente Sub-Prozessor-Liste. Für hochregulierte Branchen vor Einführung eine Datenschutz-Folgenabschätzung empfehlen — vor allem wegen der KI-basierten Personalisierung.

Gut kombiniert mit

  • ChatGPT — für die Vor-Recherche und Strukturierung komplexer Kursinhalte, bevor die KI-Kurserstellung in 360Learning den finalen Entwurf produziert. Auch sinnvoll für L&D-Teams, die Tonalitätsleitfäden oder Mikroinhalte zentral vorhalten.
  • Notion AI oder Confluence — als Wissensquelle, aus der Fachexperten Inhalte exportieren und in 360Learning hochladen. Sauber gepflegte interne Wikis sind die beste Datenbasis für KI-Kurserstellung.
  • Personio oder Workday — als HRIS-Quelle für Stammdaten, Rollen und Mitarbeiterstruktur. 360Learning kann Lernpfade automatisch an Rollenwechsel anpassen, wenn die HR-Integration steht.

Unser Testurteil

360Learning verdient 4 von 5 Sternen. Es kombiniert Collaborative Learning und KI auf einem Niveau, das im LMS-Markt selten ist — und macht das mit EU-Hosting und deutschem Support, was im DACH-Markt ein realer Vorteil ist. Den fünften Stern verliert es aus drei Gründen: Erstens braucht die KI-Logik kritische Masse — unter 100 Lernenden zahlt man für Funktionen, die ihren Mehrwert nicht entfalten. Zweitens sind die Business-Preise nicht transparent, was Verhandlungen für ungeübte Käufer riskant macht. Drittens reicht das Compliance-Reporting für regulierte Industrien nicht aus. Für die Mehrheit der mittelständischen und größeren Unternehmen mit aktiver Lernkultur ist 360Learning die richtige Wahl — gerade weil die KI-Funktionen nicht aufgesetzt wirken, sondern den L&D-Workflow tatsächlich beschleunigen. Wer kleiner ist, sollte TalentLMS oder Moodle prüfen; wer schwerer reguliert ist, eher Cornerstone oder SAP SuccessFactors.

Was wir bemerkt haben

  • 2024 — 360Learning hat den AI Companion eingeführt — eine KI-Assistenzfunktion direkt im Kurs, mit der Lernende Inhalte zusammenfassen, vertiefen oder zu eigenen Beispielen führen lassen können. Das ist die produktive Verankerung von generativer KI in den Lernablauf, nicht nur ein nachträgliches Feature.
  • 2025 — Skill-based Learning wurde stark ausgebaut: Kompetenzen können auf Rollen und Karrierepfade gemappt werden, Empfehlungen leiten sich automatisch daraus ab. Das adressiert direkt die Skill-based-Organisations-Initiativen vieler Konzerne (Workday-, SAP-SuccessFactors-Ökosystem).
  • Mai 2026 — Die offizielle deutsche Preisseite zeigt den Team-Plan zu 8 EUR/Nutzer/Monat ohne festgeschriebene Mindestabnahme. Frühere Versionen der Preisseite nannten 100 Nutzer Mindestabnahme — diese ist offiziell verschwunden, faktisch ist 100 weiterhin die Schwelle zum Business-Tarif.
  • 2025–2026 — 360Learning hat weiter in europäische Vertriebsstrukturen investiert (DACH, Benelux, UK) und positioniert sich als europäische Alternative zu Docebo und Cornerstone. Kundenakquise in DACH ist sichtbar gestiegen, mehrere DAX-Konzerne sind inzwischen Kunden.
  • Mai 2026 — Sub-Prozessor-Liste enthält OpenAI für bestimmte generative-KI-Funktionen. Das ist transparent kommuniziert, kann aber für Unternehmen mit strengen Sub-Prozessor-Anforderungen ein Prüfpunkt sein — vor allem in stark regulierten Branchen.

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